Das Sprechersystem

Die Landessprecher*innen 2016/2017 bei der BDK II

Das FÖJ war lange der erste Freiwilligendienst mit einem bundesweiten demokratischen Sprechersystem. 2.800 FÖJ’ler*innen, die sich alle über ihre Träger in Seminargruppen organisieren, wählen in ihrer Seminargruppe in der Regel während der ersten Seminarfahrt zwei Gruppensprecher*innen. In den Bundesländern treffen sich danach alle Gruppensprecher*innen, um Landessprecher*innen (auch Bundesdelegierte genannt) zu wählen. Auf 50 FÖJler*innen kommt in jedem Bundesland ein*e Landessprecher*in – maximal gibt es jedoch drei, zu denen entsprechend Vertreter*innen gewählt werden. Wie viele Vertreter*innen es gibt, variiert.
Aus allen Landessprecher*innen werden im Oktober/November jedes Jahrgangs dann auf der ersten Bundesdelegiertenkonferenz die 5 Bundessprecher*innen gewählt. Nach der Bundessprecherwahl treffen sich alle Landessprecher*innen im Frühjahr noch einmal zur 2. Bundesdelegiertenkonferenz. Die Bundessprecher*innen wiederum treffen sich darüber hinaus noch zu fünf Bundessprechertreffen und zur sogenannten Politikerwoche, in der sie sich mit Abgeordneten aus dem Bundestag treffen und FÖJ-politische Themen diskutieren.

Die Landessprecher*innen 2016/17 auf der ersten Bundesdelegiertenkonferenz im Harz

Die Sprecher*innen haben eine hohe Verantwortung, weil sie das Bindeglied zu den jeweils angrenzenden Ebenen darstellen. Wenn es in den Seminargruppen Ideen oder Anliegen gibt, können die Gruppensprecher*innen diese über die Landessprecher*innen an die Bundessprecher*innen weiterleiten. Genauso schicken die Bundessprecher*innen den Landessprecher*innen oft wichtige Informationen, die an alle Gruppensprecher*innen oder bis in die Seminargruppen weitergeleitet werden müssen.
Dafür ist eine funktionierende Kommunikationsstruktur unabdingbar. Ehemalige FÖJ’ler*innen haben deshalb eine Vernetzungsplattform erstellt: foej.net. Die Bundes- und Landessprecher*innen betreuen diese Plattform, um die Kommunikation sicher zu stellen.

Was machen die Sprecher*innen eigentlich noch so?
Auf Bundesebene organisieren sich die Sprecher in Arbeitskreisen, die jeder Jahrgang selbst gründet.
Die Arbeitskreise stehen in ständigem Kontakt, um gemeinsam etwas zu planen. Infos zu den Arbeitskreisen und ihrer Arbeit findest du hier im Blog. Die Landessprecher planen in ihrem Bundesland den Landesaktionstag und mit FÖJ’ler*innen und den Bundessprecher*innen zusammen den Bundesaktionstag. Das sind Veranstaltungen, an denen möglichst viele FÖJ’ler*innen zusammen kommen sollen. Was genau an diesen Tagen passiert und wo sie stattfinden, das entscheiden die Sprecher selbst. Dabei gibt es viel Unterstützung von den Trägern und vom FÖJ Aktiv e.V.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele Möglichkeiten aktiv zu werden. Je nachdem, wie engagiert die Bundesländer und Arbeitskreise sind, entsteht dann zum Beispiel eine Zeitung, es werden Aktionen und Flashmobs geplant, Jahrgangsshirts oder –bändchen erstellt, Kontakte zu Politikern geknüpft, Pressemitteilungen und Stellungnahmen verfasst und verteilt, es gibt FÖJ-Radiobeiträge, Werbetage an Schulen und auf Bildungsmessen, Demonstrationen, regelmäßige Informationen im Blog und vieles mehr.

Die Sprecher*innen können das natürlich nicht alles allein bewerkstelligen. Egal, ob ihr Sprecher*innen seid, oder nicht, ihr seid genauso ein wichtiger Teil des FÖJ. Die Sprecher*innen sind deshalb immer auch auf eure Unterstützung angewiesen. Wenn ihr euch irgendwie beteiligen möchtet, sprecht eure Gruppensprecher*innen an und fragt nach den Landes- oder Bundessprecher*innen. Die haben meistens den besten Überblick darüber, was läuft und wo man wie mitmachen kann. Dein FÖJ kann aus noch viel mehr bestehen, als ausschließlich aus deiner Einsatzstelle
– denn dein FÖJ ist, was du daraus machst!

Ein Gedanke zu „Das Sprechersystem

  1. Pingback: PM: Freiwilligendienstpolitik ohne Freiwillige | FÖJ Blog

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