Was treiben die Bundessprecher eigentlich so?

Sechs Monate des FÖJ sind bereits um – eine persönliche Bilanz zu der Arbeit von uns fünf Bundessprechern
von NaniBundessprecher

Am 03. November 2012 wurden wir fünf – Crispin, Eva, Johannes, Ole und ich – von den rund 40 Landessprechern aller Bundesländer zu den bundesweiten Vertretern aller 2.700 FÖJler gewählt.

Wir hatten alle wahnsinnigen Respekt vor dieser gewaltigen Aufgabe, unsere Vorgänger bereiteten uns jedoch gut darauf vor. Wir haben jeder einen Ordner voll mit Informationen, Protokollen und wichtigen Adressen bekommen. Die vier haben uns den Einstieg wirklich leicht gemacht und uns viele wertvolle Tipps mit auf den Weg gegeben. Zum Beispiel, dass wir wirklich jede Woche eine Telefonkonferenz bräuchten,  uns einen gemeinsamen Online-Kalender anlegen sollten, wie wir Kostenaufstellungen machen, was wir als nächstes tun sollten und und und.

Sonja und Britta, unsere beiden “Bundessprecher-Betreuerinnen” haben uns dann auch direkt mit Terminen und Organisatorischem konfrontiert:

– Vom 19.-21.11. ist das BAK-Jahrestreffen in Schwerin, da können zwei von euch mit,
– Anfang März ist die nächste BDK – seid ihr mit dem Haus hier zufrieden, oder wollt ihr ein neues raussuchen?
– Möglichst schnell solltet ihr eurer erstes Bundessprechertreffen organisieren und dafür eine Kostenaufstellung ans BAFzA (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben) schicken.

Direkt zwei Tage später hatten wir unsere erste Telefonkonferenz, haben geklärt, wer nach Schwerin fährt, wollten die nächste BDK im selben Haus veranstalten (das Essen ist einfach unschlagbar!) und haben uns schon die ersten Gedanken zum Treffen gemacht.
Wir waren über Nacht Betreuer unserer Facebook-Seite, sollten Steckbriefe erstellen,
haben den Blog und die offizielle Bundessprecher-Mailadresse übernommen und eine Anfrage von einer neu entstehenden Fachzeitschrift zum Thema Freiwilligendienste erhalten, einen Gastbeitrag zu verfassen. Haben wir dann natürlich auch. Erscheinen wird die Zeitschrift wohl im März.

BAK-treffenEva und ich waren in Schwerin und haben dort unter anderem viele Infos zur Bund Länder Klausur Tagung zu Freiwilligendiensten bekommen. Dort treffen sich einmal im Jahr Vertreter des BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und des BAFzA, sowie die Ländervertreter der Freiwilligendienste. Bis 2010 durften auch die Sprecher der Träger und die Bundessprecher daran teilnehmen, danach aus Zeitmangel nicht mehr.
Gegen diesen Rausschmiss müssen wir vorgehen, haben wir uns gedacht, weiter Material dazu gesammelt und uns etwas ausgedacht – später mehr dazu.

Wir haben beschlossen, das erste Bundessprechertreffen im Januar in Berlin stattfinden zu lassen und es an die “Wir haben es satt” Demo zu knüpfen. Dafür haben wir ein Programm ausgearbeitet, eine Unterkunft gesucht, eine Kostenaufstellung angefertigt und diese vom BAFzA bestätigen lassen.

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Noch bevor das erste Bundessprechertreffen stattfand, haben wir schon das zweite geplant. Das findet übrigens dieses Wochenende in München statt. Also wieder Programm, Unterkunft, Kosten. Nebenbei durften wir natürlich auch die 2. BDK nicht vergessen:
Programm planen, Einladungen schreiben, wer soll Referent sein? Referenten einladen und bestätigen lassen. Als sich nach Ablauf der von uns gesetzten Anmeldefrist leider nur etwa die Hälfte aller Landessprecher gemeldet hatten, mussten wir hinterherrennen und telefonieren. Jetzt sieht’s zum Glück langsam ganz gut aus. Wie war das noch mit den Referenten? Müssen wir die mit angeben beim BAFzA? Bekommen die Fahrt und Unterkunft erstattet? Was genau müssen wir dafür machen? Was ist eigentlich mit einer Kostenaufstellung? Alles Fragen, die geklärt werden mussten.

Wir haben dem BAFzA eine komplette Jahresterminübersicht inklusive Kostenprognose aufgestellt und unsere “Politikerwoche“ im Juni bereits geplant. Das ist eine Woche, die zum Ende des Jahres stattfindet, wenn die Bundessprecher sich thematisch gut eingearbeitet haben, um dann in Berlin mit Abgeordneten von möglichst jeder Fraktion zu sprechen, die in irgendeiner Art für das FÖJ zuständig sind und sich auskennen. Dort wird dann über FÖJ-Politik, Partizipationsmöglichkeiten und Forderungen diskutiert. Wir haben schon von vier von fünf Fraktionen eine Zusage – alle in derselben Woche. Ich kam mir übrigens ziemlich cool vor, als ich zur Terminbestätigung ständig Anrufe aus dem Bundestag entgegen nehmen durfte. 😉

Neben der ganzen Arbeit gilt auch weiterhin: Jede Woche telefonieren (manchmal tun wir das sogar 2x und wir haben immer genügend wichtige Themen), die FÖJler über die Landessprecher durch Mails, Blog und Facebook auf dem Laufenden halten, Kontakt zu den Trägern halten, Kontakt zu den Landessprechern und den Arbeitskreisen halten, Infos zusammentragen und auswerten und natürlich auch zusammen rumalbern und Spaß haben – das darf echt nicht zu kurz kommen.

Ich habe mir dann die Aufgabe zu Herzen genommen, diesem Blog hier mal eine benutzerfreundlichere Oberfläche zu verleihen (schöner als vorher, oder?), ihn inhaltlich upzudaten und einen Downloadbereich ins Leben zu rufen, für den ich überall Konzepte und sonstigen Krams gesucht hab. Ernesto, der diesen ganzen foej.net-Server hier übrigens seit einer halben Ewigkeit betreut, meinte, unser Jahrgang ist im Forum und im Blog einfach wahnsinnig aktiv, wir hätten die Nutzung massivst gesteigert und er könne sich vor Anfragen der Landessprecher, die alle eine foej.net-Mailadresse haben wollen, gar nicht mehr retten. So hohes Interesse daran gab es wohl noch nie. Ihn kennt übrigens jeder irgendwie aber kaum jemand hat ihn schon einmal zu Gesicht bekommen. Deshalb wird er auf unserer nächsten BDK im März dabei sein! Der Server wird durch einen Antrag von uns nun sogar vom BAFzA bezahlt.
Ernesto meinte noch sowas wie: „Ach, das klappt nie, das braucht ihr gar nicht erst probieren“.

Wir Bundessprecher sind nebenbei aber auch noch Landes- und Gruppensprecher und dürfen die Arbeit auf Landesebene nicht vernachlässigen – ist ja klar.
Oh und jetzt hoch aktuell: der Bundesaktionstag! Der plant sich auch nicht von selbst.
Dabei brauchen wir übrigens dringend eure Unterstützung!

Eva und ich waren am 08.02. in Wiesbaden bei Volunta (FSJ- und FÖJ-Träger) und haben mit denen und dem Stellvertreter des hessischen Landeschefs des Deutschen Roten Kreuzes über die Bund-Länder-Klausur-Tagung diskutiert. Wir haben erklärt, was das Sprechersystem eigentlich ist, was die Sprecher so machen, was unser Anliegen bezüglich der Tagung ist, was wir für den Bundesaktionstag planen und wir haben uns klar und deutlich für die Einführung eines Sprechersystems in anderen Freiwilligendiensten ausgesprochen. Es ist echt sinnvoll, als Sprecher guten Kontakt zu seinem Träger zu behalten. Die FÖJler kommen und gehen in jedem Jahr neu – die Träger aber bleiben und können Erfahrungen und Tipps weitergeben.
Zu der Tagung gibt es hoffentlich bald Neuigkeiten – ist alles noch top secret was wir grad machen. 😉

Zum Bundesaktionstag erfahrt ihr nächste Woche mehr wenn wir unser 2. Bundessprechertreffen in München hatten; das Datum könnt ihr euch aber schon einmal dick und rot im Kalender anstreichen: Samstag der 22.06. in Berlin! Und schon vom 01.-03. März ist die 2. Bundesdelegiertenkonferenz, auf der alle Landessprecher dann ein zweites Mal in Hannover zusammen treffen.

Treffen über Treffen und Arbeit über Arbeit.
An dieser Stelle erlaub ich mir dann auch mal ein Eigenlob:
Wir fünf sind ein unglaublich hoch motiviertes, engagiertes Team!
Wir arbeiten super zusammen, schätzen unsere Arbeit gegenseitig wert und verstehen uns auch neben der Arbeit total gut. Ich bin wirklich froh darüber, euch als Partner zu haben, auf die ich mich verlassen kann. Die Arbeit ist echt nicht immer ganz einfach und sie erfordert viele Nerven und Geduld, viel Fingerspitzengefühl, Organisationstalent, Flexibilität, Zuverlässigkeit, Reflektionsfähigkeit und vor allem viel, viel Zeit! Dass wir so gut miteinander klar kommen, dass wir diese Eigenschaften mitbringen, uns gut ergänzen und verständnisvolle, stolze Einsatzstellen haben, die uns die Zeit für die Sprecherarbeit geben, das merkt man auch, glaube ich, anhand der vielen Dinge, die wir bis jetzt schon geleistet haben. Ihr werdet es aber auch weiterhin merken, denn wir haben noch viel vor! Auf das nächste halbe Jahr! 🙂

Auch die FÖJlerInnen haben es satt!

Text von Johannes Mann

Am 19.01.13 demonstrierten rund 25.000 Menschen in Berlin für eine grundsätzliche Veränderung der Agrarpolitik. Insbesondere richtete sich der friedliche Protest gegen die immer stärker zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft und die damit einhergehenden Probleme: Tierquälerei, Vergiftung von Böden und Lebewesen durch Pestizide und Chemikalien, antibiotikaresistente Keime in Nahrungsmitteln, billige Dumpingimporte in Entwicklungsländer, Gentechnik und Patente auf Lebewesen, Abholzung der Regenwälder für Futtermittel und Palmöl und unzählige mehr. Die vielfältigen Forderungen, Kritiken und Anregungen wurden auf zahlreichen Postern, Bannern, Schildern und durch kreative Verkleidungen zur Schau getragen. Auch die etwa 50 anwesenden FÖJlerInnen, die aus ganz Deutschland gekommen waren, marschierten mit verschiedenen Schildern und einem großen Banner vor der Brust durch das Berliner Regierungsviertel. „FÖJlerInnen für konsequent ökologische Landwirtschaft“, stand darauf geschrieben. Konsequenz bedeutet in diesem Falle, wie auf der offiziellen Website des „Wir haben es Satt“-Bündnisses, zu lesen ist: „(…)nicht die Interessen der Industrie in den Mittelpunkt der Politik zu stellen sondern die Interessen von Verbrauchern und Landwirten, der Tiere sowie des Natur- und Umweltschutzes.“

Je weiter sich jeder Einzelne von uns von einer Gesellschaft, in der es in erster Linie um Profit geht, distanziert und sich für eine Welt einsetzt, in der Ethik und Moral über dem Geld stehen, desto schneller wird die Menschheit einen Weg einschlagen, der unsere Erde retten kann. Denn wie ein weiteres, auffälliges Schild auf der Demo verkündete: „Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein!“

Gut und wichtig, dass auch Vertreter aus dem FÖJ an diesem Tag in Berlin ihren Beitrag zum Erfolg der Demonstration geleistet haben. Aber jetzt, wo die Demonstration vorbei ist und jeder in seinen persönlichen Alltag zurückgekehrt ist, sollten wir die vielen guten Ideen und Vorsätze mitnehmen. Denn nach der Demo ist vor dem Handeln: Wir können bewusster einkaufen und dabei mehr Wert auf Regionalität und Saisonalität legen, kein Palmöl benutzen, unseren Konsum von tierischen Produkten überdenken und Konzerne meiden, die aufgrund von Profitgier Verbrechen an allen Lebewesen dieser Erde verüben. Mit solchen Entscheidungen wirst du nicht nur Mutter Erde etwas Gutes tun, sondern in erster Linie dir selbst – Denn du bist, was du isst.

Batman, Spiderman oder Superman?

Bundessprecher auf der Demo
Nani, Eva, Ole, Crispin und Johannes

Von Freitag bis heute fand unser erstes Bundessprechertreffen in Berlin statt.
Wir haben verdammt viel geplant und gearbeitet – zum Beispiel steht jetzt das vorläufige Programm für unsere zweite Bundesdelegiertenkonferenz, wo sich vom 01.-03. März alle Landessprecher ein zweites Mal in Hannover treffen werden.
Zu unserer Planung gehörten auch: Die nächsten Bundessprechertreffen, der Bundesaktionstag, die Bund-Länder-Klausurtagung, die Gleichstellung von FÖJlern und Azubis (FÖJ-Ausweis), GEZ-Gebühren (vielleicht können wir da was machen), ein Treffen von uns fünf mit Mitarbeitern des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und Mitarbeitern des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Wir haben unsere Zusammenarbeit untereinander reflektiert, über die FÖJ-Zeitung gesprochen, die euch Ende Januar alle als PDF per Mail erreichen soll und über die Arbeit der Bundesarbeitskreise. Wir haben festgestellt, dass niemand Crispin das Wasser reichen kann, dass „Toast“ sich anschreinend auf „Wuast“ reimt, dass „vollausgestattete Küche“ und
„WLAN verfügbar“ in Berliner Ferienwohnungen offensichtlich nicht halten, was sie versprechen und dass es in Berlin lauter Baukräne und ständig Polizei- bzw. Feuerwehrsirenen gibt.
Wir haben diskutiert ob Batman, Spiderman oder Superman am attraktivsten sind und ganz bescheiden überall rumerzählt, dass wir die Bundessprecher sind. Eva und ich waren uns übrigens einig, dass Spiderman gewinnt aber die anderen drei waren eher für Batman. Der hat halt einen Umhang, Muskeln und keinen Morphsuit, der das Gesicht verdeckt.
Ole hat uns Tetrapak-Origami beigebracht und beim Durak Spielen ganz viel geschummelt. 😉

Am Samstag waren wir mit etwa 50 FÖJlern auf der „Wir haben es satt“ Demo!
Aus Bayern, Hessen, Niedersachsen, RLP, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen sind FÖJler extra nach Berlin gekommen, um mit zu demonstrieren.
Danach waren wir noch im Haus der Heinrich-Böll-Stiftung, wo es zur Aufwärmung vegane Suppe und Diskussionen zum Thema Landwirtschaft gab, abends war After-Demo-Party im Bi Nuu.

Wir haben eine Menge Spaß gehabt, viel geschafft und freuen uns schon auf das nächste Bundessprechertreffen, das vom 15.-17.02. in Bayern statt finden wird. 🙂

Zitat indischer Philosoph

 

Fast drei Prozent

Macht euch vom Acker

konsequent ökologische Landwirtschaft

 

Zusammentreffen der FÖJ und FSJ Sprecher in Sachsen

Autoren: Jürgen Böhme und Johannes Mann

Vertreter des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) und des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) treffen sich in Meißen um dort gemeinsam einen Grundstein für die Erschaffung eines basisdemokratischen Sprechersystems im FSJ zu legen.

Am Mittwoch den 19.12.2012 trafen sich in Meißen eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von FSJ Trägern, gewählten Sprecherinnen und Sprechern des FSJ-Bereichs, sowie ein Vertreter des sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucher um gemeinsam über Chancen und Risiken eines landesweiten Sprechersystems zu diskutieren. Eingeladen hatte dazu die Fachstelle Freiwilligendienste in Sachsen. Unterstützt wurde der Workshop durch Mitglieder des LAK FÖJ und FÖJ Sprecherinnen und Sprechern, die ihre von Jahrgang zu Jahrgang weitergereichten Erfahrungen in der Landes- und Bundessprecherarbeit zur Verfügung stellten.

In drei Arbeitsphasen wurden Notwendigkeiten, Erwartungen sowie Erfahrungen ausgetauscht. Dabei arbeiteten die jugendlichen Teilnehmenden und die Träger in getrennten Workshops. In der Arbeitsphase 3 wurde sich konkret mit möglichen Arbeitsschritten für die Planung und Entwicklung eines Sprechersystems für das FSJ Sachsen auseinandergesetzt.

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Stuttgarter Weihnachtsmarkt-Aktion

Am Samstag, den 8. Dezember, war es soweit: bei eisigen Temperaturen fand am Stuttgarter Weihnachtsmarkt die erste Aktion der FöJler Baden-Württembergs und Bayerns statt (die Südgruppenvernetzung hat funktioniert ! :D) . Ungefähr 35 Föjler trafen sich am Bahnhof und liefen dann in Richtung Markt an dessen Eingang dann auch die erste Aktion stattfand: Wir legten mehrere Plastikflaschen vor einen Mülleimer und warteten, bis sie jemand in die Tonne schmeißen würde. Demjenigen wollten wir dann zujubeln, dass er ein Auge für die Umwelt hat und nicht nur vorbei geht. Leider stellten wir fest, dass die meisten Leute die Flaschen ignorierten, über sie drüber stiegen oder sogar wegkickten und es dauerte relativ lange bis ein Mann sie entsorgte.

Danach gingen wir über den Weihnachtsmarkt, verteilten Flyer zum FöJ und hatten interessante Gespräche mit einigen Passanten. Nach 3 Stunden (und einigen Glühwein später) trafen wir uns um ein Abschlussfoto zu machen und ein „FöJ“ aus Teelichtern zu legen.

Insgesamt wars ne coole Aktion und ein schöner Auftakt für das FöJler Jahr 2012/2013 und in diesem Sinne wünscht euch das Sprecherteam eine besinnliche Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr !! 😉

Am Samstag, den 8. Dezember, war es soweit: bei eisigen Temperaturen fand am Stuttgarter Weihnachtsmarkt die erste Aktion der FöJler Baden-Württembergs und Bayerns statt (die Südgruppenvernetzung hat funktioniert ! :D) . Wir trafen uns am Bahnhof und liefen dann in Richtung Markt an dessen Eingang dann auch die erste Aktion stattfand: Wir legten mehrere Plastikflaschen vor einen Mülleimer und warteten, bis sie jemand in die Tonne schmeißen würde. Demjenigen wollten wir dann zujubeln, dass er ein Auge für die Umwelt hat und nicht nur vorbei geht. Leider stellten wir fest, dass die meisten Leute die Flaschen ignorierten, über sie drüber stiegen oder sogar wegkickten und es dauerte relativ lange bis ein Mann sie entsorgte. Danach gingen wir über den Weihnachtsmarkt, verteilten Flyer zum FöJ und hatten interessante Gespräche mit einigen Passanten. Nach 3 Stunden (und einigen Glühwein später) trafen wir uns um ein Abschlussfoto zu machen und ein „FöJ“ aus Teelichtern zu legen. Insgesamt wars ne coole Aktion und ein schöner Auftakt für das FöJler Jahr 2012/2013 und in diesem Sinne wünscht euch das Sprecherteam eine besinnliche Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr !! ;)

Neues von den BundessprecherInnen: BAK Treffen

Vom 19. – 21.11.12 durften zwei der Bundessprecher zu der Jahrestagung des Bundesarbeitskreis FÖJ (BAK) nach Schwerin fahren. Im BAK organisieren sich die FÖJ-Träger aus ganz Deutschland und schickten dafür ihre Vertreter zur Tagung. Für die Bundessprecher sind Eva (Hessen) und Nani (Berlin) dort gewesen. Wir hatten die Möglichkeit die Ziele, Wünsche und Ideen, die wir mit allen Landessprechern auf der Bundesdelegiertenkonferenz für das kommende Jahr ausgearbeitet hatten, vorzustellen. Ebenso hat eine der ehemaligen Bundessprecherinnen, Charly, die Aktivitäten unseres Vorgängerjahrgangs vorgestellt, aber auch Probleme, wie zum Beispiel schlechte Kommunikationsstrukturen, angesprochen. Danach wurde auch der FÖJ Aktiv e.V. von Charly, die dort nun im Vorstand ist, und Malte, der bis letzten Monat noch im Vorstand war, vorgestellt. Natürlich hat sich nicht alles nur darum gedreht – die Träger haben diskutiert und verglichen, wie die Arbeit mit FÖJ und ÖBFD in den verschiedenen Bundesländern läuft, wo es Defizite gibt und wie diese verbessert werden können. Wir haben viel dazu gelernt, Kontakte geknüpft, nachgefragt und Antworten bekommen, sodass wir nun mit vielen neuen Ideen auf eine gute Zusammenarbeit mit den Trägern bundesweit hoffen – und natürlich auf erfolgreiches Schaffen in unserem FÖJ-Jahr – wir haben viel vor und werden euch weiter auf dem Laufenden halten. Schaut einfach regelmäßig rein!

Liebe Grüße

Eure Bundessprecherinnen Eva und Nani

 

v.l.n.r.: Nani, Eva, Malte, Charly beim BAK-Jahrestreffen in Schwerin

Die BundessprecherInnen stellen sich vor!

v.l.n.r. Hanin Ibrahim (Nani) aus Berlin, Johannes Mann aus Sachsen, Crispin Gabriel Deppe aus Bayern, Ole Fabricius aus Schleswig-Holstein und Eva-Maria Meckel aus Hessen – wir sind die neuen BundessprecherInnen des Jahrgangs 2012/13

 

 

Wir wurden von den LandessprecherInnen in einem demokratischen Prozess gewählt und verstehen uns sowohl als Vertreter aller FÖJlerInnen als auch als ein verbindendes Element. Es liegt uns am Herzen, eure Interessen und Wünsche so gut wie möglich zu vertreten, eure Forderungen durchzusetzen, sowie die Vernetzung bundesweit zu stärken und aufrecht zu erhalten. Diese schwierigen Aufgaben können wir jedoch nur mit eurer aller Hilfe meistern. Denn je besser wir Bescheid wissen, was ihr wollt und welche Ideen ihr habt, desto besser können wir euch auch vertreten. Darum wünschen wir uns, eure Ansprechpartner zu sein: Teilt uns mit, was ihr gemeinsam bewegen wollt, was euch stört oder was es eurer Meinung nach in der Welt zu verändern gilt, welche konkreten Pläne ihr habt und wie ihr diese umsetzen möchtet.
Wir freuen uns auf ein spannendes, geselliges und ertragreiches Jahr mit euch!
Und denkt immer daran: Gemeinsam sind wir stark!

Eure BundessprecherInnen

 

 
Du willst noch mehr über uns wissen? Dann schau dir unsere Steckbriefe an!  🙂 „Die BundessprecherInnen stellen sich vor!“ weiterlesen

Nordrhein-Westfalen: FÖJ an einem Naturschutzhof

Heute berichtet Ronja aus Nordrhein-Westfalen über ihr FÖJ an einem Naturschutzhof.

 

Ich habe mich für ein FÖJ entschieden, weil ich mir nach dem Abitur eine Auszeit gönnen und mir in Ruhe überlegen wollte, was ich künftig mit meinem Leben anfangen will.

In meiner Einsatzstelle, dem Naturschutzhof, fühle ich mich sehr wohl und ich verstehe mich auch mit der anderen FÖJlerin und dem Bundesfreiwilligen sehr gut.

Unsere Arbeit ist sehr vielfältig. Wir planen und betreuen Umweltbildungsveranstaltungen für Kinder zu verschieden Themen mit und haben auch eine regelmäßige Kindergruppe, die wir alleine leiten. Außerdem helfen wir bei der Pflege und Neugestaltung des 2 ha großen Gartengeländes. Dazu gehören gärtnerische Arbeiten, aber auch handwerkliche Tätigkeiten, wie das verarbeiten von Holz in unterschiedlicher Form. Auf dem Gelände wurden, unter anderem, verschiedenste Lebensräume für, teils seltene, Pflanzen und Tiere im Kleinen nach empfunden, z.B. das Moorbeet, in dem unter anderem Sonnentau wächst, oder der Magerrasen, an dessen Rand Eidechsen leben.

Da der Hof zum NABU gehört, haben wir auch schon außerhalb des Hofes gearbeitet. Wir haben z.B. im Herbst bei der Obsternte auf den, vom NABU betreuten, Streuobstwiesen geholfen, was immer ziemlich viel Spaß gemacht hat. Für den Verkauf des Obstes, sowie anderer Naturprodukte und Nisthilfen, sind ebenfalls  wir zuständig. Während Ernte und Verkauf haben wir viel über alte Apfelsorten, den  Umgang mit Obstbäumen und den Wert von Streuobstwiesen gelernt.

Überhaupt gibt es hier viele Menschen, die daran interessiert sind uns etwas bei zu bringen und uns Wissen zu vermitteln, sowohl z.B. über den richtigen Umgang mit Werkzeug als auch über die Natur.

Auf dem Hof arbeiten in wechselnder Zusammensetzung  viele verschiedene Menschen. Die Alterspanne reicht vom jüngsten FÖJler bis ins fortgeschrittene Rentenalter, es gibt viele Ehrenamtliche, aber auch Festangestellte und nicht alle sind jeden Tag da. Das ist manchmal anstrengend, es kann aber auch sehr interessant sein, weil jeder andere Erfahrungen und Ideen mitbringt.

Durch den Umgang mit den Mitarbeiten, den Kindern und auch den Kunden und Besuchern auf dem Hof bekommt man außerdem ein besseres Gespür dafür, wie man mit unterschiedlichen Menschen umgehen muss.

Die FÖJ-Seminare sind auch immer richtig gut und auch eine nette Abwechslung zum Alltag in der Einsatzstelle. Die Themen die dort behandelt werden sind immer  interessant und werden auch abwechslungsreich vermittelt, wohl nicht zu Letzt weil ja immer jemand aus der Gruppe mit vorbereitet.  Teils werden Inhalte zusammen erarbeitet, es gibt Aktionen zum selbst ausprobieren, Filme zum Thema, Referenten von außerhalb (z.B. von Geoscopia-Umweltbildung oder den Lumbricus Umweltbus) und Exkursionen (z.B. zum Braunkohletagebau), aber immer in der richtigen Mischung, so dass es nicht langweilig wird.

Außerdem gibt es auf jedem Seminar eine Einsatzstellen-Besprechung, bei der man sich austauschen und mit dem Teamern Probleme besprechen kann und eine Einheit zur Berufsorientierung, die wirklich hilfreich ist. Ich selber, weiß deshalb endlich was ich studieren will. Das Zusammensein mit so vielen anderen FÖJlern macht echt Spaß und es tut gut sich über die Einsatzstellen austauschen zu können. Freizeit hat man natürlich auch, die man dann abends z.B. gemütlich zusammen am Lagerfeuer verbringen kann. Das mit dem Kennen lernen beim ersten Seminar ging bei uns auch ganz schnell, so dass wir am zweiten Tag schon das Gefühl hatten und schon lange zu kennen und haben uns am Ende schon darauf gefreut uns wieder zu sehen. In unserer Gruppe verstehen sich trotz noch so großer Unterschiede auch alle gut und respektieren jeden aus der Gruppe.

Ich kann ein FÖJ jedem nur empfehlen, ich selber hab es noch keinen Tag bereut.

Man kann dabei so viele wertvolle Erfahrungen sammel und  hat die Chance sich selbst die eigenen Fähigkeit in einem neuen Umfeld  kennen zu lernen.  Außerdem bekommt man einen anderen Blick auf die Dinge, alleine schon, weil man aus seinem gewohnten Umfeld rauskommt, und zur beruflichen Orientierung ist ein FÖJ auch wirklich gut.

 

Mehr zum FÖJ in Nordrhein-Westfalen gibt es unter http://www.foej.lvr.de/ und http://www.lwl.org/LWL/Jugend/foej/

Die Bundessprecher stellen sich vor

Nanu, eine Vorstellungsrunde kurz vor Schluss? Vielleicht zeigt das ganz gut, wie sehr sich unsere Bundessprecher in ihre Arbeit für alle FÖJler/innen in ganz Deutschland reingehängt haben! Damit nun endlich allen bekannt ist, wer sich auf Bundesebene für das Freiwillige Ökologische Jahr engagiert: Hier sind sie, unsere Bundessprecher!

V.l.n.r.: Mark Scherner, Charlotte Brenneken, Sandra Hirsch, Marilena Häring, Jan-Hendrik Hölzle

Steckbriefe:

Jan-Hendrik Hölzle
Alter: 20
Herkunft: Trippstadt, Rheinland-Pfalz
Einsatzstelle: Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Zukunftsplanung: Lehramt Biologie+Sozialkunde Kaiserslautern

Charlotte Brenneken
Alter: 19
Herkunft: Bochum, Nordrhein-Westfalen
Einsatzstelle: NABU Hamburg
Bundesland: Schleswig-Holstein
Zukunftsplanung: Meeresbiologiestudium in Hamburg

Sandra Hirsch
Alter: 20
Herkunft: Ingolstadt, Bayern
Einsatzstelle: Förderverein Auterwitz in Auterwitz
Bundesland: Sachsen
Zukunftsplanung: Kommunikationswissenschaften Dresden / Rhetorik Thübingen

Malrilena / Marirena Häring
Alter: 20
Herkunft: Wiesbaden, Hessen
Einsatzstelle: BUND Rheinland-Pfalz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Zukunftsplanung: Politikwissenschaften Trier

Mark Scherner
Alter: 20
Herkunft: Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
Einsatzstelle: Eine Welt Netzwerk Hamburg
Bundesland: Schleswig-Holstein
Zukunftsplanung: Politikstudium Wien