Die Bundessprecher*innen 2019/2020

Herzlich Willkommen,
schön dass du bei uns Bundessprecher*innen vorbeischaust!

Es geht wieder los! Ein neuer Jahrgang belebt das FÖJ!

Und hier stellen wir uns vor, eure fünf Bundessprecher*innen:  Elia, Golo, Paul, Hannah und Lea.

 

Hallo liebe FÖJ’ler*innen!

Bundessprecherin Lea
Lea

Hi Hi, allerseits! Ich heiße Lea, bin 18 Jahre alt, in Berlin geboren, groß geworden und mache auch gerade mein FÖJ hier.

Unter der Woche bin ich in meiner Einsatzstelle, der GemüseAckerdemie tätig, einem Sozialunternehmen, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern ein Verständnis für Landwirtschaft und Nachhaltigkeit zu vermitteln. Unter dem Motto „Für eine Generation, die weiß, was sie isst“ kann ich mit Kindern auf einem Kita- oder Schulacker, sowie im Klassenzimmer Gemüse anpflanzen und somit mehr Wissen und Wertschätzung für Lebensmittel schaffen und stärken.

Ich würde mich nicht als typisches Stadtkind bezeichnen, aber sein wir mal ehrlich, wer heute in Berlin aufwächst, der kommt mit Feld, Wald und Wiesen eher selten in Kontakt. Ich habe selbst als ich klein war ziemlich gern mit meiner Familie in unserem Garten gewerkelt und geforscht und diese Neugierde und Begeisterung möchte ich gern wecken und weitergeben.

Nach der Schule einen ökologischen Freiwilligendienst zu leisten, stand für mich schon eine Weile fest, Bundessprecherin zu werden allerdings nicht. Diese Entscheidung kam eher kurzfristig, hat sich aber ganz genauso gelohnt, denn einen kleinen Einblick in die FÖJ Familie und den besonderen Charme, den das Ö so mit sich bringt habe ich schon bekommen. Deshalb freue ich mich auf alle Projekte und Aktionen, Treffen und Gespräche, sowie Auseinandersetzungen und Diskussionen, die in unserem Jahr stattfinden werden.

Ich hab riesig Lust neue Erfahrungen mitzunehmen, zu lernen und vor allem dieses Jahr mitzugestalten.
Ihr seid n fetziger und kunterbunter Jahrgang und ich möchte mich herzlich bedanken für euer Vertrauen in mich und uns.
Das wird ein richtig gutes Jahr!


 

 

Bundessprecher Golo
Golo
Hallo Menschen!
Ich bin Golo und schließe mit meinem Freiwilligen Ökologischen Jahr nicht nur die Fachhochschulreife ab, sondern lerne auf meiner Einsatzstelle Schloss Tempelhof jeden Tag mehr über mich und meine Umwelt. Auf dem Ökodorf leben wir in einer Gemeinschaft mit knapp 150 Leuten. Achtsamer Umgang mit Mensch und Natur sind fester Bestandteil wobei ich hier die offene und ehrliche Kommunikation als sehr bereichernd empfinde. Mit der freien Schule erlebe ich ein echtes Kontrastprogramm zum gewohnten Frontalunterricht. Ob ihr es glaubt oder nicht, hier lernen die Schüler*innen, weil sie es wollen! Es macht mir sehr viel Spaß Teil dieser seltenen Pädagogik zu sein. Ich habe mich im letzten halben Jahr unglaublich weiterentwickeln und ausprobieren können, sodass ich inzwischen einer der fünf Bundessprecher*innen sein darf.
Ich möchte Elia, Lea und Paul bei ihrer Arbeit unterstützen und dem FÖJ eine Stimme geben.
Die organisatorische Arbeit im Sprecher*innenamt macht mir große Freude und sollte diese Sache, dessen Namen mir so langsam zu den Ohren raushängt, auch mal ein Ende haben, freue ich mich auf den persönlichen Kontakt mit Politiker*innen, FÖJler*innen und euren ganz eigenen Lebenswegen und -vorstellungen.

 

Bundessprecher Elia neben Bundessprecher Paul
Elia

Hi! Ich bin Elia und darf in diesem Jahr einer von fünf Bundessprecher*innen für Euch sein!

Ich habe mich vor allem aus einem Grund für das FÖJ als Freiwilligendienst entschieden: Ich hatte nach zwölf Jahren Schule keine Lust mehr, mich nur theoretisch mit mehr oder weniger wichtigen Themen auseinanderzusetzen. In meiner Einsatzstelle – dem Landessportfischerverband Schleswig-Holstein – leisten wir aktive Artenschutzarbeit für alle Fischarten, die im Süßwasser leben. Mir hat der Gedanke gefallen, dass ich mich ausschließlich praktisch und durch körperliche Arbeit endlich für Anliegen einsetzen kann, die mir wichtig sind: Umwelt-, Natur- und Klimaschutz.

Auf meinem ersten FÖJ-Seminar wurden unsere Gruppensprecher*innen gewählt und uns wurde zum ersten Mal von der Bundesdelegiertenkonferenz erzählt. In Gesprächen dort habe ich auch erst tatsächlich begriffen, was FÖJ ist und sein kann.
Mir war danach ziemlich schnell klar, dass mein Jahr nicht wie ursprünglich gedacht verlaufen soll: Das FÖJ ist nicht irgendein Freiwilligendienst, es ist Umweltschutz-, Demokratie- und Zukunftswerkstatt. Dafür möchte ich mich im Namen aller FÖJler*innen auch über die Arbeit in meiner Einsatzstelle hinaus engagieren.

Ich habe – wie viele von uns – Träume. Den Traum von einem Solidaritäts- und Gerechtigkeitsverständnis in unserer Gesellschaft, durch das es alle Menschen als etwas Gutes erachten, sich wiederum für alle Menschen und unseren Planeten einzusetzen. Den Traum von einem Umgang mit unseren Ressourcen, der eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft garantiert. Den Traum von einer Gesellschaft, in der Menschen gleichberechtigt miteinander leben.

Um all diese Träume zu Zielen und die Ziele zu Resultaten werden zu lassen, brauchen wir Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung und Möglichkeiten zur Jugendbeteiligung. Dafür stehen Wir als Freiwilliges Ökologisches Jahr und ich habe riesige Lust, mich mit und für Euch dafür einzusetzen!
Ich freue mich schon, möglichst viele von Euch kennenzulernen.
Bis dann,
Elia


 

Bundessprecherin Hannah
Hannah

Hallöchen liebe Menschen da draußen!
Ich heiße Hannah Schönefeld, bin 19 Jahre alt und wohne schon mein ganzes Leben in Berlin.
Ich habe 2018 mein Abitur gemacht und habe mir selbst versprochen, dass ich mir nach diesem so lange Zeit für mich und die Reifung meiner Interessen gebe, wie ich eben brauche. Ich habe dann zunächst ein halbes Jahr gearbeitet. Trotzdem die Arbeit mich nicht wirklich erfüllt hat, war es wichtig so viele tolle Kollegen kennenzulernen, welche alle an ganz verschiedenen Punkten im Leben standen und alle eine unterschiedliche Sicht aufs Leben hatten.
Im Januar 2019 bin ich dann nach Ghana aufgebrochen. Dort habe ich einen sechsmonatigen Freiwilligendienst in einem Waisenhaus mit Schule absolviert. Diese Zeit hat mich geprägt, wie wahrscheinlich keine andere.
Die Zeit in Ghana war für mich sehr schwer, denn nicht immer sind Freiwilligendienste per se hilfreich. Das war mir vor Ghana durchaus bewusst und ich habe mich sehr viel mit dieser Problematik beschäftigt. Ich habe mit allen mir möglichen Mitteln versucht zu verhindern, dass ich in ein sehr kommerzielles Projekt komme. Das hat leider alles nichts gebracht und ich landete in einem Projekt, in dem Kinder im einem Waisenhaus wohnen, obwohl sie Familie haben, damit Freiwillige kommen und Geld bringen. Die Freiwilligen kamen aus zahlreichen Ländern, um die lokalen Organisationen dabei zu unterstützen, ein Problem zu lösen, was erst für sie geschaffen wurde.
Und so verbrachte ich den Großteil meiner Zeit dort auf Sinnsuche: Was kann ich wirklich dazu beitragen, dass es diesen Kindern nachhaltig gut geht?
Schon seit ich relativ klein war, hat mich Mahatma Ghandi fasziniert und besonders ein Satz blieb mir im Kopf hängen:
„Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst.“
Das habe ich in Ghana wirklich versucht und meinen Sinn vor allem darin gefunden, diese Geschichte weiter zu erzählen. Ich möchte auch auf jeden Fall klar stellen, dass die Menschen und das Land Ghana unfassbar toll sind und ich auch sehr viele inspirierende Begegnungen hatte.
Mir war aber schon in Ghana klar: So wollte ich das Konzept von Freiwilligendiensten nicht in Erinnerung behalten.
Eine Arbeitskollegin hat mich mal gefragt, welches Problem der Welt ich lösen würde, wenn ich es mit einem Fingerschnippen beenden könnte. Ich habe lange überlegt und konnte mich einfach nicht entscheiden…
Um in einem anderen Bereich ein gesellschaftliches Umdenken zu bewirken, entschied ich mich daher nach einem sozialen für einen ökologischen Freiwilligendienst.
Ich wollte praktisch mitarbeiten und die Fortschritte meiner Arbeit sehen können, weil mir das in Ghana oft den Mut genommen hatte.
Und so habe ich Anfang September 2019 auf dem Kinderbauernhof Pinke Panke in Berlin-Pankow angefangen – ein Ort, der mich jeden Tag aufs Neue inspiriert!
Ich versorge mit vier anderen FÖJler*innen die Tiere und packe überall mit an, wo ich gebraucht werde.
Die Arbeit draußen mit den Tieren, im Team und mit den Kindern macht mich sehr glücklich. Sie ist aber auch ein Ausgleich für die Zeit, die ich in Plenar von FridaysForFuture verbringe und in der ich auf ganz andere Weise ein Bewusstsein für ökologische Themen zu schaffen versuche.
Auch im Sprecher*innen-System des FÖJs schaffen wir auf einem gemeinsamen Weg, voll mit lehrreichen Erfahrungen, einen Raum, in dem Ideen und Ansätze entstehen können, mit denen wir die Gesellschaft für ökologische Themen sensibilisieren können – und das mit toller Unterstützung aus junger Eigeninitiative!


 

Bundessprecher Paul
Paul

Hallo!

Mein Name ist Paul Simeon Pollenske, ich bin gebürtiger Dresdner und mache meinen Freiwilligendienst im Ökumenischen Informationszentrum Dresden e.V..

Nachdem nun im Juni 2019 meine Schulzeit zu Ende ging, suchte ich nach neuen Herausforderungen. Ich habe mich bewusst für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr entschieden, da ich nach zwölf Jahren Schule ungern direkt weiter ins theoretische Studium, sondern zunächst praktische Erfahrungen sammeln wollte.

Ende letzten Jahres begannen die Streiks der Fridays for Future Bewegung in Deutschland. Auch in Dresden bildete sich eine Ortsgruppe, in der ich mich seitdem bei der Organisation der Veranstaltungen engagiere. Zudem setze ich mich in einigen Bündnissen für ein weltoffenes und tolerantes Dresden ein.

Deshalb möchte ich gerne noch mehr dafür tun das Thema Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu etablieren und mein nächstes Jahr komplett dieser Aufgabe widmen. Durch Zufall bin ich auf meine Einsatzstelle Ökumenisches Informationszentrum Dresden e.V. gestoßen und war sehr angetan von der Vereinsarbeit.

Nun möchte ich, als einer der Bundessprecher*innen des FÖJ, alles dafür tun das FÖJ noch mehr zu einer Zukunftswerkstatt der Gesellschaft zu machen, Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit als Kernthemen des FÖJ zu manifestieren und die Rahmenbedingungen sowie die Annerkennungskultur zu verbessern. Das geht natürlich nicht alleine. Darum freue ich mich darauf mit über 3000 FÖJler*innen für unsere Überzeugungen und Werte jeden Tag einzutreten.

Bei Fragen und Anmerkungen, Sorgen und Problemen, Wünschen und Bitten:

Schreibt mir eine Mail paul.pollenske@foej.net
Euer Paul

 

2 Antworten auf „Die Bundessprecher*innen 2019/2020“

  1. Liebe Sprecherinnen und Sprecher,
    im neuen Bildungsjahr möchte ich im Vorfeld der Wahl für die Sprecherinnen und Sprecher eure Arbeit vorstellen. Ich habe gehört, dass ihr in der Vergangenheit einen Film zu eurer Arbeit gedreht habt, hab ihn hier aber nicht mehr gefunden. Könnt ihr uns diesen zu unserer Wahl zur Verfügung stellen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Annika Gies
    Bildungsreferentin FÖJ im Rheinland

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