Archiv der Kategorie: Aktionen

Save the Date!: der ELAT naht!

Einladung ELAT PDF

Am 28.April ist es wieder soweit! Der einheitliche Landesaktionstag naht und ihr seid gefragt, denn es können gar nicht genug FÖJ´ler*innen mitwirken!
Das bundesweite Thema des Aktionstags ist „Müll“, denn von dem haben wir defenitiv zu viel auf der Welt und auch in Deutschland!
Alle weiteren Informationen findet ihr in der unten verlinkten Einladung (Einladung ELAT PDF)
Die genauen Details folgen als Update in Kürze!

Das ganze ist außer dem Aspekt, ein Zeichen gegen die Ressourcen Verschwendung und die Produktion von Tonnen von Müll zu setzen, auch ideal geeignet, noch viele andere interessante FÖJ´ler*innen eures Bundeslandes kennen zu lernen. Also seid mit uns dabei!

Einladung ELAT PDF

„Wir haben es satt!“

Am vergangenen Wochenende war es mal wieder so weit: Die jährlich stattfindende „Wir haben es satt!“-Demo zog wieder durch Berlin. Circa 20 000 Menschen wurden von den Veranstaltern erwartet. Auch mehrere FÖJ´ler*innen, aus ganz Deutschland, versammelten sich hierfür in unserer Hauptstadt!

Blick von der Siegesallee bis auf das Brandenburger Tor. Auf der Straße reihen sich Traktoren und diverse Landwirtschaftsmaschinen, mit Bannern und Demo-Sprüchen. Dazwischen tummeln sich bereits eine Menge neugieriger Demonstrat*innen.

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Ehemaligentreffen

Was gibt es Schöneres, als auch nach Ende seines FÖJs wieder ein Wochenende mit Gleichgesinnten zu verbringen? – Richtig, fast gar nichts.

Aus diesem Grund fand dieses Jahr, parallel zu ersten BDK des neuen Jahrgangs 17/18, ebenfalls in Hannover ein von föj’tis für föj’tis organisiertes Ehemaligentreffen statt.
Ich war sofort Feuer und Flamme für diese Idee, mich noch weiter zu vernetzen, mich über meine Erfahrungen auszutauschen und einfach wieder DAS Seminarfeeling zu haben (jede*r ehemalige oder aktive FÖJler*in weiß, wovon ich spreche :D).
Also ging es am 18.11. mit dem Zug nach ab nach Hannover, erfüllt mit Vorfreude auf nette Leute und interessante Diskussion, wie immer eben, wenn Ökis aufeinandertreffen.
Natürlich durfte dabei auch das selbstorganisierte Arbeiten in Workshops nicht fehlen. Vom Orga-Team angeboten wurden Themen wie ‚Rückblick auf mein FÖJ‘, Zeitmanagement/Work-Life-Balance und Vereinsarbeit. Ich persönlich fand es toll, mich mit anderen über teils auch sehr persönliche Erfahrungen auszutauschen und vor allem zu überlegen, inwieweit uns das Jahr nachhaltig geprägt und verändert hat und wie man im Anschluss an ein komplett vegetarisch-veganes Abendessen fand dann ein Austausch im Plenum statt, bei dem auch viel über gemeinsame Aktionen und weitere Vernetzung gesprochen wurde.
Zum Beispiel, dass der eFÖJ (E-Mail-Verteiler) in nächster Zeit noch weiter verbreitet werden soll, um mehr aktive und ehemalige Föjler*innen über coole Möglichkeiten und Aktionen informieren zu können.
(Hier kannst du mehr darüber erfahren, dich gerne eintragen und am besten noch den Link mit deiner Seminargruppe teilen: https://foej.net/ehemalige/efoej/)

Ebenfalls entstand die Idee von ortsgebundenen FÖJ-Stammtischen, die von einem Verantwortlichen organisiert werden und der weiteren Vernetzung von Ehemaligen und Aktiven dienen, frei nach dem Motto „man kann nie genug nette Ökis kennenlernen!“. 🙂

Diesem Ziel dient auch eine Art „FöJ-Freundebuch“, also eine Übersicht (Karte, Tabelle mit Suchfunktion, etc.) über FÖJler*innen (in deiner Nähe oder da, wo du immer schon mal hinwolltest), eventuell Couchsurfingmöglichkeiten etc – wie immer sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt!
Wenn du also Lust oder Ideen hast, es dich reizt, selbst etwas umzusetzen, wende dich gern an ehemaligentreffen[ät]foej.net!

Auch am nächsten Morgen wurde noch fröhlich weiter über die Rettung der Welt philosophiert. Nach einem sehr erfolgreichen Verabschiedungs-WUP am Hannover Hbf (GO BANANA!!) ging es für einige noch zur BDK des neuen Jahrgangs 17/18, während der Rest sich leider schon auf die Heimweg machen musste.
Alles in allem ein echt tolles Wochenende mit 100% FÖJ-Feeling, das definitiv wiederholt werden muss, ich freue mich jetzt schon! 🙂

In diesem Sinne, stay green!

Vielen Dank an Anna für den tollen Bericht und an Bennet für die tollen Bilder!

Blümchen für Bienchen – Der kleine aber feine eLAT in NRW

Ein Bericht von Pia

Es ist Samstag, kurz vor zwölf in Köln. Anna, eine FöJlerin der Biostation Haus Bürgel in Monheim, und ich sind auf dem Weg zum Treffpunkt mit den anderen. Hamid, ein guter Freund begleitet uns. Er scheint sich an unserem chaotischen Hin und Her nicht zu stören, während wir etwas orientierungslos versuchen, den Heinrich-Böll-Platz zu finden, an dem wir die weiteren FöJler*innen antreffen sollen. Unwissend, wer oder was uns dann erwarten sollte, finden wir schließlich den Weg. War ja einfach… Weiterlesen

Einheitlicher Landesaktionstag (ELAT) – „Samenspender – Blümchen für Bienchen“

 

„Samenspender“ T-Shirt

Wie sein kleiner Bruder, der Landesaktionstag und sein Stiefbruder, der Bundesaktionstag, so ist auch der Einheitliche Landesaktionstag eine lange Tradition im FÖJ. Der ELAT findet immer an einem einheitlichen Termin mit einem einheitlichen Thema in jedem Bundesland Deutschlands statt.

Am 08.04. diesen Jahres geht es in die nächste Runde!

Wir aus dem Arbeitskreis für den ELAT haben uns  diesmal ein sehr anstößiges Konzept überlegt. 😉 Es geht um Samen und Samenspenden vor allem aber um Blümchen und Bienchen sowie das FÖJ.

In den modernen Gärten gibt es immer weniger Pflanzen die genügend Nektar oder Pollen produzieren, um den Bienen als Nahrung zu dienen. Auch die Honigproduktion wird dadurch erschwert. Zudem macht die Varoamilbe, ein Parasit der sich im inneren der Waben fortpflanzt, den Bienen schwer zu schaffen. Um dem entgegen zu wirken möchten wir beim ELAT 2017 in den Städten Samentütchen verteilen, sodass die Bienchen wieder Blümchen finden können.

„Blümchen für Bienchen!“

Bei der Aktion werden wir T-shirts tragen, auf denen unser Motto Samenspender geschrieben steht. Dies wird sicher zu manch einem interessanten Gespräch über die Bienen, aber auch über uns und das FÖJ führen.

Wir hoffen sehr möglichst viele von euch zu sehen.

Wenn ihr nach Mitfahrgelegenheiten sucht oder noch Fragen habt wendet euch an die zuständigen Kontaktpersonen unten in der Liste.

Euer AK ELAT!

 

 

Bundesland Stadt Ansprechpartner
Baden-Württemberg Karlsruhe Joshua

Joshua.foerg@foej.net

Bayern München Meike

Meike.lehner@foej.net

Berlin Berlin Clemens

Clemens.friedrich@foej.net

Brandenburg  Schwedt Lea

leapotrafke@web.de

Bremen Osnabrück Leandro

Leandro.fangmann@foej.net

Hamburg Hamburg Cara

Cara.knief@foej.net

Hessen Frankfurt a.M. Finn

Finn.muench@foej.net

Mecklenburg-Vorpommern Jorinde

Jorinde.rieger@foej.net

Niedersachsen Osnabrück Malin

Malin.voget@foej.net

Nordrhein-Westfahlen Alex

Alexander.bellini@foej.net

Rheinland-Pfalz Pippo

Philipp.blum@foej.net

Saarland Niklas

Niklas.vomhagen@foej.net

Sachsen Dresden Sandro

Der-sandro-emmerich@web.de

Sachsen-Anhalt Magdeburg Robin

Robin.thöne@foej.net

Schleswig-Holstein Kiel David

David.benkel@foej.net

Thüringen

 

 

„Wir haben es satt!“ – I have a dream von Elena Schwind

Ich war eine Gesandte, Botschafterin und zynische Zungen mögen behaupten ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ich war Teil einer Masse, eine sich bewegende Menschen-Masse mit einer Meinung und einer Forderung.

Ich bin gewillt, mein Land mitzugestalten, für eine bessere Gegenwart und Zukunft zu kämpfen, die Demokratie auszufüllen und ich bin bereit, mich den Dingen entgegenzustellen. Ehrlich gesagt, eigentlich zweifle ich am gesamten Wirtschaftssystem.

Aber am 21. Januar wollte ich mit meiner Anwesenheit in Berlin den Rest der Bevölkerung dazu bringen, ihr Augenmerk auf einen konkreten Themenbereich zu lenken. Und ebendieser ist so unfassbar wichtig und einflussnehmend wie kaum etwas anderes. Die Landwirtschaft.

Nahrung, existenznotwendig für jeden einzelnen Menschen auf dieser Erde. Sie gestaltet unsere Umgebung; wo nicht gerade Bäume oder Golfanlagen stehen, wird die Landschaft zur Produktion von Lebensmitteln genutzt und die Art und Weise hat sich im letzten halben Jahrhundert ziemlich problematisch entwickelt. Intensivierung, Mechanisierung, Spezialisierung haben zu einer Industrialisierung der Landwirtschaft geführt. Für den größtmöglichen Ertrag Profit werden großflächige Monokulturen mit Gift in Schach gehalten, ein unterbrochener Kreislauf ganz entgegen der Grundstrukturen unseres Lebens. Tier- und Pflanzenarten wird ihr Lebensraum genommen, Zerstörung der natürlichen Merkmale und Funktionen des Bodens, Erosion, Versauerung, Versalzung. Agrobusiness steht nicht nur für eine Massen- und Überproduktion, wodurch der moderne, abgestumpfte, ausblendende, bezugslose Voll-Konsument alles, immer schön billig kaufen kann sondern es steht auch für hinter verschlossenen Türen agierende, profitorientierte Ausbeutung zu Lasten der Natur und vor allem längerfristig gesehen zum Schaden des Menschen, ganz im Sinne des -pardon- kapitalistischen Egoismus. Preisdruck, Exportsubventionen, Höfesterben, Rodung, Auslaugung, Begradigung, Tierquälerei, Plastikwahn, Antibiotikaprophylaxe, Überdüngung…wir verlieren und zwar mit leeren Händen. Wir sollten nicht unsere Lebensgrundlage vernichten, jeder kennt den Spruch „Man sägt nicht an dem Ast, auf dem man sitzt.“, doch noch rutscht alles weiter den schlammigen Abhang hinunter.

In Mischkulturen in kleinen und mittleren bäuerlichen Betrieben können genug Lebensmittel erzeugt werden (*) und das in einem Zusammenspiel von Biosphäre, Wasser, Boden, Klima, Relief und Mensch, schonend, fair, artgerecht und nachhaltig. Und genau dort liegt der Knackpunkt, Nachhaltigkeit ist etwas, das man nicht sofort sehen kann, es hat keine positiven Auswirkungen auf jemandes Kontostand. Nur die Erde, auf der wir nebenbei bemerkt nur Gäste sind, und alle ihre Bewohner können einen Profit ziehen, der lediglich aus „Leben“ besteht. Aber vor Verantwortung wird sich gemeinhin gerne gedrückt, man lebt in einer Illusion von egozentrischer Vormachtstellung. Die Politik lässt zu und gibt Impulse in die falsche Richtung, es ist Zeit für eine gesunde Wende.

Und dafür habe ich demonstriert. Dies ist eine der wenigen Optionen, die einem als Bürger so offenstehen, vielleicht ist es auch die bequemste. Denn wer hat schon die Ausdauer und Größe sich im parteilichen Dschungel zu behaupten und von unteren bürokratischen Instanzen etwas zu bewegen? Keine Schneeflocke in der Lawine fühlt sich verantwortlich… Erhebt euch, tretet ein gegen Missstände, jede Stimme ist eine Stimme mehr, steter Tropfen höhlt den Stein.

 

 

Ich muss meine Gefühle von Wut, Traurigkeit und Hilflosigkeit nicht herunterwürgen, wo sie mir als verhärteter Klumpen die Luft zum Atmen nehmen. Ich verwandle sie in lauten Protest, in umsichtiges Konsumverhalten und in ein freiwilliges Jahr. Meine wunderschöne Zeit auf einem Bio-Bauernhof hat mich schon jetzt geformt, geprägt und gefestigt.

Ich möchte hinzufügen, für alle die, die diesen Text als weichgekochte, realitätsferne Öko-Fantastereien abtun, dass ich um die wahnsinnige Komplexität dieses Themas weiß. Es ist nicht alles so einfach umzusetzen und zu verändern, wie ich es mir gerne wünschen würde, doch es gibt einen Weg. Und wer das verleugnet, ist einfach nur dumm. Ich sage dann gerne, schaut in die Vergangenheit, zu Urgroßmutterszeiten war das Wirtschaften noch in einem geschlossenen Kreislauf, natürlich aber auch wesentlich entbehrungsreicher und härter. Niemand will ernsthaft in diesen aufopferungsvollen Zustand zurück. Deswegen: Lasst uns die Vorzüge und das Wissen unseres neuen Zeitalters verträglich nutzen, für unsere Heimat, unser Zuhause.

 

*Sehr zu empfehlen ist dazu der Film „10 Milliarden- Wie werden wir alle satt?“

Das FÖJ hat es satt! – Aufruf zur „Wir haben es satt!“ – Demo

„Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen! Am 21. Januar demonstrieren wir – Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen und kritische KonsumentInnen – zum siebten Mal gemeinsam für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel. Im Jahr der Bundestagswahl wollen wir die Agrar- und Ernährungswende zum zentralen politischen Thema machen. Bist du dabei?“

– http://www.wir-haben-es-satt.de/start/home/

Wie schon beim letzten Mal, soll es auch am 21.Januar.2017 wieder einen eigenen FöJ-Block geben!
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Wir haben es satt!

Es ist ein sonniger Samstag, der 16. Januar 2016 gegen 12 Uhr um genau zu sein.

Alles voller Menschen, mitten in Berlin. An für sich nichts besonderes. Doch diesmal versammelten sich rund 23.000 Bauern und Verbraucher aus der ganzen Republik zur großen „Wir haben es satt!“-Demo unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ auf dem Potsdamer Platz.

Für eine gerechtere und ökologische Landwirtschaft. Gegen TTIP. Vegan. Artgerecht ist nur die Freiheit. Vielfalt statt Einfalt. Fair und Regional.

– Das waren nur einige der Themen und Mottos.

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