Am 28.06.2014 fand der Bundesaktionstag des Freiwilligen ökologischen Jahres mit hunderten Teilnehmern in Hamburg statt. Was war da los? Hier schreibt Mathias Hoppe über eine äußerst gelungene Aktion:
Engagement im Tier-und Naturschutz basiert auf Wertevorstellungen, die ästhetisch, ökologisch oder ethisch begründen, wie schützenswert eine Art oder ein Lebensraum ist. Und je mehr Menschen sich für die gleiche Sache stark machen wie man selbst es tut, desto besser. Oder doch nicht?
Wie setze ich meine Prioritäten, wenn Rechtsextreme sich in der gleichen Anti-AKW-Initiative einbringen oder Antisemiten mit gegen Massentierhaltung demonstrieren?
Tier-und Naturschutz von rechts ist nichts neues, sondern steht bereits in langer Tradition. Um diese Entwicklung und vor allem die Natur-und Menschenbilder, die dahinter stehen greifbar zu machen, habe ich im Rahmen meines ökologischen Bundesfreiwilligendienstes die Broschüre „Zwischen braunem Sumpf und grüner Idylle“ konzipiert. In aller Kürze fasst sie die wesentlichen Aspekte der verschiedenen, ideologischen Facetten zusammen und bietet mit Literaturtipps einen Einstieg in die komplexe Thematik des Naturschutzes von rechts.
Am 24. Mai war es soweit – nach langem Vorbereiten, vielen Unsicherheiten, schlechten Verbindungen bei Telefonkonferenzen, Angst ums Wetter und viel Vorfreude – Grün Rockt rockte im Goethe Park Landau (RLP).
Das Öko-Benefiz-Festival wird seit sechs Jahren von FÖJlern aus Rheinland-Pfalz vorbereitet und verbindet Musik mit Information über Umweltthemen. So gab es unter dem diesjährigen Motto „Be green, eat green“ Infostände, z.B. von Veggieday oder Foodsharing, rund ums Thema Ernährung, Aktionsangebote wie Baum-, Kistenklettern, Slackline, Lippenpflege zum selbstmachen oder eine Tombola und natürlich (reichlich) Couscous, Wildwürstchen und Kuchen für die Verpflegung. Musikalisch wurde das ganze unterstützt von Vellocet, Paperdogs, Niji Kazan und Attic Jam, die alle für eine super Stimmung sorgten.
Wir bedanken uns bei allen Aufbauern, Essensverkäufern, Bandmitgliedern, Technikverantwortlichen, Springern, Abbauern, Infostandbetreuern, Spendern, der Stadt Landau und bei allen anderen die zum Gelingen des Festivals beigetragen haben!
Danke für diesen tollen Tag! Wir freuen uns auf nächstes Jahr!
Die Abgesandten FÖJ-Sprecher aus allen Bundesländern haben sich dieses Wochenende zum zweiten – und leider letzten – Mal im Naturfreundehaus zum gemeinsamen Arbeiten getroffen. Leider mussten einige, meist aufgrund von Erkrankungen, absagen.
Gute Besserung!
Gruppenbild der Landesdeligierten
Auf dem Programm standen neben einem Workshop der Carrotmob-Akademie unter anderem Vorträge, arbeiten in den bestehenden Arbeitskreisen und das Diskutieren aktueller Thematiken. In angenehmer Arbeitsstimmung wurden wieder viele Informationen vermittelt und auch gleich adaptiert, wie beispielsweise das Arbeitsverfahren „SCRUM“. Die Angebotspalette der Workshops reichte von „Was passiert im Moment im FÖJ?“ bis hin zur psychologischen Selbstfindung.
Abschlussbild der 2. BDK
Neu war auf dieser Konferenz ein freiwilliges Angebot einer geleiteten Diskussionsrunde am Samstagabend zum Oberthema „TTIP“, dem Thema des diesjährigen Bundesaktionstags am 28.06.2014 in Hamburg. Zum Abschluss wurden im Zuge der Evaluation den Bundessprechern, die Anfang November die erste BDK des folgenden FÖJ-Jahrgangs organisieren werden, noch Anregungen mit auf den Weg gegeben.
Abschließend allen Teilnehmern und Beteiligten dieses schönen „working-weekends“ einen herzlichen Dank für ihren Anteil am Gelingen dieser letzten Bundesdelegiertenkonferenz unseres Jahrgangs.
Am Donnerstag, den 30. Januar, war Sebastian Misgajski (Bundessprecher im FÖJ) zusammen mit Dirk Hennig (Vorstandsvorsitzender Bundesarbeitskreis der Träger im FÖJ), FSJ-Sprechern sowie einem Trägervertreter des FSJ beim Einführungsseminar der frisch gewählten Bundessprecher im Bundesfreiwilligendienst im sächsischen Schleife.
FÖJler Basti (1.v.l.) auf dem BFD-Sprechertreffen
Inhaltlich ging es dort neben einem ersten Kennenlernen um die Vorstellung der verschiedenen Sprechersysteme in FÖJ und FSJ.
Um das noch junge Sprechersystem der Bundesfreiwilligen weiterentwickeln zu können, wurden viele Anreize und Erfahrungen weitergegeben. Die Veranstaltung wurde vom FÖJ-Sprecher Basti sehr positiv bewertet: „Trotz der Schwierigkeiten und der geringen Beteiligung bei der ersten offiziellen Wahl im BFD ist hier eine sympathische, motivierte Gruppe entstanden.“
Gespannt darf man jetzt darauf schauen, wie die neuen Vertreter der Freiwilligen im BFD das Sprechersystem gestalten und weiterentwickeln. „Ich denke, wir Sprecher und Freiwillige aus FÖJ und FSJ können uns darauf freuen in Zukunft auch mit den Sprechern des BFD freiwilligendienstübergreifend zusammenzuarbeiten“, so Sebastian Misgajski.
Am Montag den 18. November ging es los – und wie! Gerade einmal anderthalb Wochen nach unserer Wahl auf der 1. Bundesdelegiertenkonferenz in Hannover waren wir fünf, eure frisch gewählten Bundessprecher des FÖJ-Jahrgangs 2013/14, in Berlin zu der Fachtagung „Freiwillig Gestalten – Erste Ergebnisse der Evaluation der Freiwilligendienste“ eingeladen. Anlass dieser Veranstaltung waren die Präsentation der ersten Teilergebnisse der Evaluation und außerdem das Klären und vor allem das Miteinbeziehen der Fragen von Freiwilligen, Einsatzstellen und Trägern.
Die ersten Zwischenauswertungen der Evaluation konnten dort unter anderem zeigen, dass die Erwartungen, die die Teilnehmenden an ihren jeweiligen Freiwilligendienst haben, durchweg in allen Diensten mindestens erfüllt werden, in vielen Fällen sogar übererfüllt. Von Teilnehmenden im Freiwilligen Ökologischen Jahr wurden zudem beispielsweise Fragen, die die Seminare thematisierten, überdurchschnittlich positiv beantwortet. Das freut Einsatzstellen und Träger natürlich genauso wie uns.
Motiviert und vollzählig starteten wir also nach der Präsentation in den ersten Workshop der sich mit den Sprechersystemen in den verschiedenen Freiwilligendiensten beschäftigte. Nach einführenden Vorträgen über die Regelungen im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) wurde viel und kontrovers über die Wahl der Sprecher im Bundesfreiwilligendienst diskutiert.
Am zweiten Tagungstag gab es dann, neben dem Besuch weiterer Workshops, die Gelegenheit viele interessante Gespräche mit Personen aus den unterschiedlichen Freiwilligendiensten zu führen. Nicht zuletzt diese sorgten dafür, dass neben der Möglichkeit uns untereinander besser kennenzulernen auch viele neue Sichtweisen bezüglich der Freiwilligendienstpolitik erlangt werden konnten. So werden fortan auch Meinungen und Positionen anderer Akteure wie Trägervertreter, Einsatzstellenleiter, Sprecher anderer Freiwilligendienste und viele weitere unsere Arbeit bereichern können.
Den zweiten Teil der Fachtagung „Freiwillig Gestalten“ konnten jedoch leider nicht alle Bundessprecher persönlich miterleben. Stattdessen ging es am Dienstag in der Frühe für Marielle und Torben gleich weiter auf die nächste Veranstaltung. Die Reise führte von der großen Bundeshauptstadt in ländlichere Gefilde, genauer gesagt ins nordhessische Hofgeismar. Hier wurde uns die Möglichkeit geboten, an der Jahreskonferenz des Bundesarbeitskreises (BAK) FÖJ teilzunehmen. Im BAK sitzen Vertreter fast aller FÖJ-Träger in Deutschland. Und genauso vielfältig wie die Träger selbst sind, sind auch die Tagesordnungspunkte gewesen, die dort auf der Agenda standen. Maßnahmen zur Entlastung des BAK Vorstandes, die ersten Ergebnisse der Evaluation der Freiwilligendienste und der Besuch von Herrn Dr. Weingärtner vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben sind nur ein Auszug aus dem, was uns an Interessantem geboten wurde. Für uns Bundessprecher war diese Tagung perfekt, um das FÖJ auch einmal aus Sicht der Träger zu betrachten und auf diese Weise neue Sichtweisen auf das Freiwillige Ökologische Jahr selbst zu erhalten.
Getrost können wir nach dieser anstrengenden Woche behaupten, dass wir von nun an voll eingebunden sind, was unser Amt betrifft. Die Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir gemacht haben nehmen wir natürlich mit in unsere Arbeitskreise, damit unser FÖJ-Jahrgang auf diese Weise am besten davon profitieren kann. Trotz allem freuen wir uns nun aber riesig darauf in unseren Einsatzstellen zur Abwechslung auch mal wieder weniger politischen Angelegenheiten gegenüber stehen zu können.
Hier ist nun der allererste Blog der neuen, frisch gewählten Bundessprecher!
Wir wurden vergangenes Wochenende auf der Bundesdelegiertenkonferenz von unseren Landessprecherkollegen gewählt und freuen uns nun auf ein Jahr voller Arbeit, Spaß und Aufgaben im Amt.
An dieser Stelle einen riesigen Dank an unsere Vorgänger, die uns so toll eingearbeitet und betreut haben und glücklicherweise auch weiterhin betreuen werden – besser geht das nicht! Auf diesem ziemlich anstrengenden Wochenende hat sich zudem auch schon abgezeichnet, dass wir (mindestens auf Landesebene) ausschließlich sympathische, begabte und super motivierte Sprecherkollegen haben. Auch euch danken wir von Herzen für euer Vertrauen und euer enormes Engagement. Wir freuen uns sehr auf unsere Zusammenarbeit. Man kann zu Recht sagen „Die Chemie stimmt“!
Die FÖJ Landessprecher 2013/14 – Bundesdelegiertenkonferenz
Wir sind…
Jamila Friedrichsen, 19 Jahre
Einsatzstelle: Biohof Bölingen (Rheinland-Pfalz)
Marielle Findorff, 20 Jahre,
Einsatzstelle: Bramfelder Laterne – Infozentrum für globales Lernen (Hamburg)
Wir freuen uns auf ein interessantes und spaßiges Freiwilliges Ökologisches Jahr 2013/2014 zusammen mit euch und hoffen, dass man dem einen oder der anderen bei Events wie dem Landes- oder Bundesaktionstagen mal über den Weg läuft. Bis dahin wünschen wir eine gute Zeit und viele neue Erfahrungen! Wir werden euch auf dem Laufenden halten…
Heute in einer Woche ist es soweit: Wir übergeben unser Bundessprecheramt an den neuen Jahrgang. Um mit dem letzten Jahr abzuschließen, zu reflektieren und allen Interessierten einen Überblick geben zu können, darüber was wir geleistet haben, haben wir ein Resümee verfasst. Es ist der Wahnsinn, wie schnell das Jahr rum ging und was wir alles geschafft haben. Ich bin richtig stolz, wenn ich meinen Ordner so durch blättere! Und irgendwie kann ich es noch gar nicht so ganz fassen, dass wir nächstes Wochenende im Naturfreundehaus Hannover vor den ganzen frisch gebackenen Landessprechern stehen und plötzlich die Rolle unserer Vorgänger übernehmen, die vor einem Jahr unsere erste Bundesdelegiertenkonferenz durchgeführt haben. Vor heute genau einem Jahr saßen wir selbst noch dort und waren ganz aufgeregt und gespannt, wie die anderen Sprecher so sind, was sich für Arbeitskreise bilden, wer Bundessprecher wird, was wir erreichen werden. Das Ergebnis könnt ihr hier im Resümee nach lesen.
Ich bin verdammt gespannt auf die nächste Woche und wir fünf freuen uns schon sehr auf euch! 🙂
Wir sehen uns am Freitag in Hannover!
Im Sommer wurde in Berlin von inzwischen ehemaligen FÖJlern eine „Initiative FÖJ Gewerkschaft Berlin„ gegründet.
Das Thema lief uns im Juni zum ersten Mal über den Weg, als wir im Bundestag mit zu dem Zeitpunkt noch-MdB Heidrun Dittrich (Die Linke) diskutiert hatten. Sie saß in der letzten Legislaturperiode im Bundestagsausschuss „Bürgerschaftliches Engagement„.
Ihrer Ansicht nach seien Freiwilligendienste grundsätzlich nicht arbeitsmarktneutral und weil wir alle Arbeitskräfte seien, bräuchten wir eine Gewerkschaft, die uns vertritt. Das sehen wir etwas anders: Definitiv wird die Arbeitsmarktneutralität oft missachtet, was wir stark kritisieren. Aber wenn wir uns gewerkschaftlich organisieren, bedeutete das, dass wir Arbeitnehmer wären – was wir aber gar nicht sein wollen. Der Freiwilligendienst soll eben etwas Besonderes bleiben und nicht mit Arbeit gleichgesetzt werden. Eine Interessenvertretung gibt es im FÖJ durch das Sprechersystem bereits. Das Sprechersystem ist unserer Ansicht nach viel geeigneter als Vertretung von Jugendlichen, die sich ehrenamtlich engagieren, als eine Arbeitnehmervertretung durch eine Gewerkschaft.
Am 9.10. haben wir unsere Stellungnahme an die auf der Webseite der Gewerkschaft als Kontaktadresse angegebene Mailadresse gesendet und um Reaktion bis zum 23.6. gebeten. Wir boten an, wenn es ein Antwortschreiben geben werde, dieses direkt mit unserer eigenen Stellungnahme zu veröffentlichen, um alles möglichst transparent und objektiv zu machen. Bis heute haben wir leider gar keine Reaktion der Gewerkschaft erhalten und uns entschieden, unsere Position hier nun mit ein paar Tagen Verspätung hoch zu laden.
Alle weiteren Infos zur Vorgeschichte und die Stellungnahme findet ihr hier