Ein Bericht zu: „Wir haben es satt!“

Früh am Morgen zwitschern die ersten Vögel.
Tausende Menschen machen sich auf den Weg, manche der anwesenden Landwirtinnen und Landwirte fuhren schon Tage voher durchs Land, um mit ihren Maschinen in Berlin sein zu können, wie wir im Laufe des Tages erfahren sollten.

Und ich? Ich machte mich Freitag schon auf den Weg in unsere Hauptstadt, um bei einer guten Freundin und Sprecher*in unterzukommen und am nächsten Tag entspannt in die Demo starten zu können. Zur Schnippel-Disko reicht es mir leider nicht mehr. Ungeplanterweise werden es insgesamt 10 Stunden Fahrzeit, aber um für gutes Essen und eine saubere Natur zu demonstrieren, ist es jeden Weg wert!

Es ist Samstag früh, langsam trudeln alle am Treffpunkt ein. Schnell noch ein Schild mit einem fetzigen Spruch verschönern und in das Gesicht noch etwas Farbe, ja beinahe „Kriegsbemahlung“. Schwupp, schon sitzen wir in der Straßenbahn und hier und da sieht man schon die ersten Mit-Demonstrant*innen. Mal tragen sie T-Shirts, mal lustige Schilder, verrückte Kostüme, haben Pfeifen oder Töpfe mit Stöcken in petto. Das Meiste davon mit einer (politischen) Botschaft versehen. Die Stimmung ist heiter, man kommt mit einigen ins Gespräch, geht den Rest des vollgestopften Wegs bis zur Demo gemeinsam. Die Bahnen und Stationen waren bereits voll gefüllt mit Menschen, doch vor dem Hauptbahnhof sieht man zum ersten Mal die überwältigende Vielzahl an Menschen, die sich hier am Startpunkt versammelten.

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„Wir haben es satt!“

Am vergangenen Wochenende war es mal wieder so weit: Die jährlich stattfindende „Wir haben es satt!“-Demo zog wieder durch Berlin. Circa 20 000 Menschen wurden von den Veranstaltern erwartet. Auch mehrere FÖJ´ler*innen, aus ganz Deutschland, versammelten sich hierfür in unserer Hauptstadt!

Blick von der Siegesallee bis auf das Brandenburger Tor. Auf der Straße reihen sich Traktoren und diverse Landwirtschaftsmaschinen, mit Bannern und Demo-Sprüchen. Dazwischen tummeln sich bereits eine Menge neugieriger Demonstrat*innen.

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Das erste Bundessprecher*innentreffen in Berlin!

[Kurz gesagt: Die Bundessprecher*innen legten in Berlin ihre vorzeitige Agenda fest!]

„ICE 7728 nach Berlin. Einsteigen bitte!“
Es ist soweit, schon kurz nach der Wahl trafen sich die fünf gewählten Bundessprecher*innen in der Hauptstadt, um die gemeinsamen Ziele für das Jahr abzustecken.
Kommunikation, Vernetzung, 25-Jahrfeier, das Leitthema „FÖJ für alle“ und vieles mehr steht nun im Fokus.

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Die Bundessprecher*innen auf dem 2. Deutschen EngagementTag


(Von Links: „Pippo“, Dirk Hennig, Deborah Strickmann, Ministerin Katarina Barley,
Jannick Nessensohn, Malte Hilker) (Bilder Dank: Herbert Jennerich / BAFzA)

[Kurz gesagt: Auf Einladung des Bundesministeriums waren der FÖF e.V und die Bundessprecher*innen in Berlin um das FÖJ als die demokratische und für die Gesellschaft nützliche Institution zu präsentieren, die es ist.]

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Jahreskonvent der bundes-FÖJ-Träger

Die Bundessprecher*innen auf der bundesweiten Trägertagung

[Kurz gesagt: Einmal im Jahr versammelt der Dachverband FÖF e.V alle wichtigen Elemente und Personen für das FÖJ zum Jahreskonvent ]

Einer der wichtigsten Termine für die Bundessprecher*innen und das gesamte FÖJ findet direkt zu Beginn ihrer Amtszeit statt:
Vom 28.11 zum 30.11.2017 trafen sich alle Träger des Bundes gemeinsam mit den Bundessprecher*innen, Vertreter*innen des Bafza sowie des BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) unter dem Motto „FÖJ für alle!“ in Köln, um die Rahmenbedingungen, das Netzwerk und die Ziele des FÖJ von Träger und Verbandsseite abzustimmen und zu erörtern. Damit war es uns gut möglich, wichtige Impulse und Anliegen seitens der FÖJler*innen mit in die Diskussionen einzubringen. Wir sind davon überzeugt, dass wir auf der Tagung gute Akzente setzen konnten.

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Eine „neue Ära“ beginnt

Es ist wieder soweit! Ein neuer Jahrgang belebt das FÖJ!


Vor nicht allzu langer Zeit trafen sich alle Landessprecher*innen der Bundesländer in Hannover, um das FÖJ voran zu treiben und ihre Ziele für diesen Jahrgang zu stecken.

Mehr als 40 junge und kreative Menschen, aus ganz Deutschland, trafen drei Tage aufeinander. Unterstützt dürch zwei erfahrene Teamer, die alten Bundessprecher/innen und einige weitere, engagierte Ehemalige.
Gemeinsam erfuhren wir mehr über das FÖJ und die Strukturen dahinter, wie sich das FÖJ in den verschiedenen Bundesländern ähnelt und wo sie sich noch unterscheiden.

Als Ergebnis lässt sich ein starkes Netzwerk, eine vorläufige Agenda 2017/18 und mutig und willige Bundessprecher und Arbeitskreise vermerken! Nun gilt es, dass wir dieses Jahr gemeinsam zum Erfolg bringen und wir sind uns sicher „gemeinsam packen wir das!“

Bundesdelegiertenkonferenz-I-2017 hier findet sich das ausführliche Protokoll unserer Konferenz, in welchem ihr alles wichitge nachlesen könnt!

Ehemaligentreffen

Was gibt es Schöneres, als auch nach Ende seines FÖJs wieder ein Wochenende mit Gleichgesinnten zu verbringen? – Richtig, fast gar nichts.

Aus diesem Grund fand dieses Jahr, parallel zu ersten BDK des neuen Jahrgangs 17/18, ebenfalls in Hannover ein von föj’tis für föj’tis organisiertes Ehemaligentreffen statt.
Ich war sofort Feuer und Flamme für diese Idee, mich noch weiter zu vernetzen, mich über meine Erfahrungen auszutauschen und einfach wieder DAS Seminarfeeling zu haben (jede*r ehemalige oder aktive FÖJler*in weiß, wovon ich spreche :D).
Also ging es am 18.11. mit dem Zug nach ab nach Hannover, erfüllt mit Vorfreude auf nette Leute und interessante Diskussion, wie immer eben, wenn Ökis aufeinandertreffen.
Natürlich durfte dabei auch das selbstorganisierte Arbeiten in Workshops nicht fehlen. Vom Orga-Team angeboten wurden Themen wie ‚Rückblick auf mein FÖJ‘, Zeitmanagement/Work-Life-Balance und Vereinsarbeit. Ich persönlich fand es toll, mich mit anderen über teils auch sehr persönliche Erfahrungen auszutauschen und vor allem zu überlegen, inwieweit uns das Jahr nachhaltig geprägt und verändert hat und wie man im Anschluss an ein komplett vegetarisch-veganes Abendessen fand dann ein Austausch im Plenum statt, bei dem auch viel über gemeinsame Aktionen und weitere Vernetzung gesprochen wurde.
Zum Beispiel, dass der eFÖJ (E-Mail-Verteiler) in nächster Zeit noch weiter verbreitet werden soll, um mehr aktive und ehemalige Föjler*innen über coole Möglichkeiten und Aktionen informieren zu können.
(Hier kannst du mehr darüber erfahren, dich gerne eintragen und am besten noch den Link mit deiner Seminargruppe teilen: https://foej.net/ehemalige/efoej/)

Ebenfalls entstand die Idee von ortsgebundenen FÖJ-Stammtischen, die von einem Verantwortlichen organisiert werden und der weiteren Vernetzung von Ehemaligen und Aktiven dienen, frei nach dem Motto „man kann nie genug nette Ökis kennenlernen!“. 🙂

Diesem Ziel dient auch eine Art „FöJ-Freundebuch“, also eine Übersicht (Karte, Tabelle mit Suchfunktion, etc.) über FÖJler*innen (in deiner Nähe oder da, wo du immer schon mal hinwolltest), eventuell Couchsurfingmöglichkeiten etc – wie immer sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt!
Wenn du also Lust oder Ideen hast, es dich reizt, selbst etwas umzusetzen, wende dich gern an ehemaligentreffen[ät]foej.net!

Auch am nächsten Morgen wurde noch fröhlich weiter über die Rettung der Welt philosophiert. Nach einem sehr erfolgreichen Verabschiedungs-WUP am Hannover Hbf (GO BANANA!!) ging es für einige noch zur BDK des neuen Jahrgangs 17/18, während der Rest sich leider schon auf die Heimweg machen musste.
Alles in allem ein echt tolles Wochenende mit 100% FÖJ-Feeling, das definitiv wiederholt werden muss, ich freue mich jetzt schon! 🙂

In diesem Sinne, stay green!

Vielen Dank an Anna für den tollen Bericht und an Bennet für die tollen Bilder!

Rückblick auf das Bundesaktionswochenende in Berlin – Wir sind ein Rekordjahr!

Zu unserem ersten Bundesaktionswochenende vom 9.-11. Juni  haben sich um die 100 FÖJ’ler*innen aus ganz Deutschland in Berlin zusammengefunden.

Nach und nach sind am Freitag alle im Jugendhaus Königstadt eingetroffen. Im Laufe des Abends haben wir uns gegenseitig kennengelernt und es gab durch den Film „10 Milliarden – wie werden wir alle satt“ einen Einstieg in das Thema des Wochenendes: Lebensmittelverschwendung.

Nach einer Nacht, bei der die Hälfte von uns im Jugendhaus Königstadt und die andere Hälfte bei Berliner FÖJ’ler*innen untergebracht waren, trafen wir uns zum Frühstück alle wieder im Königstadt.

Beim Workshop G20 rauchen die Köpfe
Beim Workshop G20 rauchen die Köpfe

Den Samstagvormittag über konnten wir uns in verschiedenen Workshops, wie z. B. „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“ über aktuelle Themen informieren und austauschen. Andere FÖJ’ler*innen hingegen haben die Aktionen für das Umweltfestival am Sonntag vorbereitet.

Am Nachmittag haben viele FÖJ’ler*innen an einer Demonstration teilgenommen, während parallel das Essen für ein gemeinsames Grillen am Abend vorbereitet wurde. Ein Highlight waren dabei die veganen „Grillsteaks“. Insgesamt haben

wir uns das Wochenende über vegan und teilweise von geretteten Lebensmitteln ernährt.

Im Anschluss ans Grillen fand eine Open Stage mit tollen musikalischen Einlagen statt und es wurde noch lange gefeiert.

Am Sonntagmorgen haben wir unsere Schlafsäcke wieder eingepackt und nach einem gemeinsamen Aufräumen haben sich alle auf zum Umweltfestival am Brande
nburger Tor gemacht.

Wir möchten für das Wochenende ein großes Dankeschön an die Berliner FÖJ’ler*innen und den AK BAT richten, die das Wochenende ermöglicht haben.

Ein großer Dank gilt auch dem Jugendhaus Königstadt und insbesondere Lennard, die uns eine perfekte Location und viel Unterstützung geboten haben.

Und hier ein Erfahrungsbericht zur Aktion auf dem Umweltfestival von einer FÖJ’lerin:

Bei strahlendem Sonnenschein, krasser Hitze oder super Sonnenbrandwetter, wie ich es gerne nennen würde, wurde ab 11 Uhr ein FÖJ-Stand auf dem 22. Umweltfestival der Grünen Liga auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor, von waschechten FÖJ‘ler*innen betreut.

Aber wie es sich so für uns gehört, haben wir uns nicht damit abgefunden einfach rumzustehen und zu hoffen, dass jemand vorbei kommt. Nein, wir hatten eine Botschaft:
„IN DEN TOPF STATT IN DIE TONNE!“
Dazu wurde in verschiedenen Workshops am Tag zuvor, bei denen ich leider nicht mit dabei sein konnte, mit viel Liebe eine tragbare Mülltonne gebastelt, mit welcher auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam gemacht wurde.
Das heißt, eine Person, die in dieser Tonne steckte (unter anderem ich) sowie FÖJ’ler*innen mit Schildern und  in Obst- und Gemüse-Kostümen sind über das Festivalgelände gelaufen und haben (fast) alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Aber auch damit nicht genug.
Das lustigste aus meiner Sicht waren wohl die FÖJ-Flashmobs an diesem Tag.
Ein Zug aus Karotten, Tomaten, Äpfeln, Erbsen, Zitronen usw. lief  – keine Sorge, es handelte sich um nichts Mutiertes, das waren einfach nur verrückte FÖJ’ler*innen, die sich trotz der Hitze in Kostüme geworfen hatten – hin und her. Sie riefen immer verzweifelter „Wir sind noch frisch“ und „Esst uns, esst uns!“. Denn neben ihnen liefen zwei Marktschreier*innen, die alles Obst und Gemüse auf den „Gemüsefriedhof“ brachten, welches braune Stellen hatte, nicht der Norm entsprach oder sonst irgendwelche Mängel aufwies.
Auf dem Friedhof angekommen, waren sich Gemüse und Obst einig:
Sie sind zu schade für den Müll und immer noch gut! Was für eine Gemeinheit sie einfach wegzuwerfen.
Deshalb riefen sie dann Lautstark: „IN DEN TOPF STATT IN DIE TONNE!“.

Der Gemüseflashmob – uns kann man noch essen!
Der Gemüseflashmob – uns kann man noch essen!

Aber auch das Theaterstück zum Thema virtuelles Wasser war ein echter Hingucker.
Mit verkleideten FÖJ’ler*innen wurde der Herstellungsprozess eines Steaks gezeigt und immer wieder liefen einige von uns wie Nummerngirls beim Boxen herum und zeigten wie viel Wasser grad wieder verbraucht wurde.

All diese Aktionen waren wirklich klasse und konnten nur durch die gemeinsame Vorarbeit in den Workshops funktionieren.
Vielen Dank dafür! Gemeinsam sind wir stark!

(Anne)

 

Zuallerletzt:

Toll, dass ihr alle nach Berlin gekommen seid! Nur durch euch konnte das Wochenende mit seinen Aktionen zu einer unvergesslichen Erinnerung werden.

Eure Bundesdelegierten

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Fachtagung „Ein Jahr Freiwilligendienste mit Flüchtlingsbezug“

Am 6. März 2017 konnte Saskia an einer Fachtagung des Bundesministeriums teilnehmen. Dabei ging es neben dem Sonderkontigent „Freiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“, das 2018 auslaufen wird, vor allem um grundsätzliche Fragen der Rahmenbedingungen für Geflüchetete im Freiwilligendienst.

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Hallo, Frau Schwesig

Zu einem Abendempfang der Bundesfrauenministeriums anlässlich des Internationalen Frauentag 2017 braucht es nicht weniger als eben die perfekten Rahmenbedingungen. Wie und ob ein Ministerium das auf die Beine stellen kann, lässt sich hiermit eventuell herausfinden.

Zwei Bundessprecherinnen, Saskia und Anna, konnten beim diesjährigen Empfang am 7. März in Berlin dabei sein. So machten wir uns auf den Weg in Richtung „Unter den Linden“, was uns schon den ersten Hinweis auf den weiteren Verlauf des Abends geben sollte.

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